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Der Diözesanverband richtet seine
Arbeit auf den verschiedenen Ebenen (Diözese – Bezirke –
Kolpingfamilien) mit zwei Schwerpunkten aus. Der andere
Schwerpunkt für die nächsten Jahre ergibt sich aus der Situation
heutiger Kolpingsfamilien und dem Anspruch Familie zu sein, damit auch
eine Weggemeinschaft darzustellen, die mehrere Generationen umfasst. Die
Situation vieler Kolpingsfamilien hat sich deutlich verändert, nicht
wenige haben große Nachwuchssorgen. Mit diesem Schwerpunkt wollen wir
Impulse setzen realistisch aber auch perspek-tivisch das Leben in den
Kolpingsfamilien so zu gestalten, dass eine gute Zu-sammenarbeit
zwischen den Generationen unter gegenseitiger Achtung der jeweiligen
Interessen aber auch einem unvoreingenommenen Miteinander gelingen kann.
Beides sind Grundvoraussetzungen dafür, dass Kolpingsfamilien weiterhin
eine gute, tragfähige Perspektive haben bzw. neu gewinnen.
War
das Verständnis von der Weggemeinschaft vor nicht allzu langer Zeit noch
völlig selbstverständlich, haben sich heute die Lebenssituation, die
Interessen und die Möglichkeiten der Generationen drastisch gewandelt. Manche
Kolpingsfamilien haben eine (sehr) gute Mischung der Generationen, ein
gutes Miteinader. Anderen Kolpingsfamilien geht es ganz anders: Die
Jungen wollen sich nicht mehr unbedingt an eine „Familie“ mit Haut und
Haa-ren binden, sind sehr viel mobiler, auch in ihren Beziehungen und
Interessen viel-fältiger orientiert. Die Älteren verstehen manchmal
nicht, warum sich die Jungen nicht mehr inte-ressieren, nicht mehr da
sind, nicht mitmachen. Die Jungen fühlen sich nicht verstanden und
respektiert, die Älteren empfinden sich als überflüssig, ausgemustert.
Nicht selten gibt es teils heftige Konflikte oder auch gar keine
Kommunikation mehr Deshalb: MITEINANDER - FÜREINANDER! Sollen
unsere Kolpingsfamilien mit ihren zum Teil reichen Traditionen eine
Zukunft haben, Einfluss haben, im Sinne Kolpings wirken können, sollten
wir ehrlich und nüchtern analysieren, wie es um unsere Weggemeinschaften
steht. Wir sollten diejenigen stärken, deren Miteinander gut ist,
deren Füreinander gelingt. Wir sollten so weit möglich von ihnen lernen. Wir
sollten dort, wo es schwierig ist, die Gründe wahr-nehmen,
ernst-nehmen. Wir sollten prüfen, b und welche Möglichkeiten es zur
Veränderung gibt, welche Perspek-tiven möglich sind. Weggemeinschaft
der Generationen heißt auch, über den Tellerrand hinaus zu schauen,
Menschen unterschiedlichsten Alters anzusprechen, einzuladen, ihnen zu
begegnen, sie zu gewinnen. Dort wo miteinander und füreinander
gelebt wird, entsteht Ausstrahlung. Ausstrahlung wirkt immer anziehend. Mit
diesem Schwerpunkt wollen wir: - unsere eigenen
(Kolpings-)Familien verlebendigen - uns als Diözesanverband mit einem
klaren Profil präsentieren, nach außen Ausstrahlung gewinnen - die
Situation der Kolpingsfamilien in ihrer jeweiligen Ausprägung wahrnehmen -
ihnen helfen, uns untereinander helfen, Perspektiven zu entwickeln, -
Verständnis zwischen den Generationen entwickeln, - Formen des
Miteinanders und Füreinanders entwickeln - die Kolpingsfamilien
unterstützen, die keinen/kaum Nachwuchs haben - KF, die aktiv werden
wollen, beraten - Impulse und Beratung für eine qualitätsorientierte
Seniorenarbeit und –bildung schaffen - generationenübergreifende
Projekte entwickeln und durchführen -bei Mitgliederoffensiven beraten Wir
selbst: Welches Verständnis haben wir von den Jungen, den Alten? Welches
sind unsere Ideale? Was nehmen wir an Realitäten wahr? Welche
Perspektiven können wir entwickeln? Wovon müssen wir Abschied nehmen? Jung
und Alt, Mitglieder und Verantwortliche: -Wir bieten Orte der
Begegnung, des Austausches, der Beheimatung -Wir bieten
Informationen, Bildung -Wir bieten Hilfen und Unterstützung, Hilfen
zur Selbsthilfe -Wir bieten Plattformen, sich für die eigenen
Anliegen einzusetzen - Reflexion der eigenen Situation,
Interessen, Arbeit - Austausch und gegenseitige Stärkung, Lernen
durch die Anderen, Hilfen für die Anderen - Die Bedürfnisse der
Einzelnen Mitglieder nehmen wir ernst - Gegenseitiges Vertrauen
entwickeln, - Dialogfähigkeit und Konfliktfähigkeit „bilden“ -
Gemeinsame Feste und Veranstaltungen, Freizeitangebote - Gemeinsame
Projekte - „den Anderen“ anders sein lassen - Beratung „von außen“
in Anspruch nehmen - weiteres……
- Damit die Ziele
insgesamt angegangen und nach Möglichkeit erreicht werden kön-nen, ist
eine Reflexion der bisherigen Situation, der bereits vorhandenen
Initiativen und Möglichkeiten sehr hilfreich. - Die einzelnen Ziele
realistisch setzen und mit Geduld aber auch Konsequenz verfolgen. -
Gegenseitige Informationen und Hilfestellungen ermöglichen mehr
Motivation, mehr Effizienz, mehr Erfolg.
Über die FAKs und das
Projekt KAMEL können gezielt Hilfen (personelle und mate-rielle
Ressourcen) zur Verfügung gestellt werden. - Geschäftsstelle
Kolping-Diözesanverband - FAK s - KAMEL
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