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Das Kolpingwerk Landesverband Baden-Württemberg hat
sein 25-jähriges Bestehen am 10. November mit rund 100 Gästen aus Politik, Kirche
und Gesellschaft gefeiert. Nach einem schwungvollen Gottesdienst in der Domkirche St. Eberhard
– zelebriert durch Landespräses Wolf-Dieter Geißler und Diözesanpräses
Christoph M. Schmitz – versammelten sich die Festgäste zur Jubiläumsfeier
im Haus der Katholischen Kirche.

Dort
brachte der Landesvorsitzende Andreas Hoffmann die heutige Prägung des
Kolpingwerks auf den Punkt: „Kolpingmitglieder stehen zusammen, stehen
füreinander und für andere ein. Sie handeln solidarisch. Kolpingmitglieder
mischen sich ein. Sie sind Aktivposten in der Kirche.“ Der christliche
Sozialverband verstehe sich „als Sprachrohr für mehr Gerechtigkeit“,
betonte Andreas Hoffmann. „Deshalb suchen wir das Gespräch mit der Politik“,
richtete er seine Worte an den Landtagspräsidenten Guido Wolf, an Dr. Frank
Mentrup, Staatssekretär im Kultusministerium, sowie die anwesenden Vertreter
aller Landtagsfraktionen. Als Beispiel des Engagements nannte Andreas Hoffmann
den Einsatz beim Thema Jugendwohnen. Von der Politik forderte er mehr
Unterstützung für die jungen Menschen ein, die im Berufsschul-Blockunterricht
in dualer Ausbildung in Jugendwohneinrichtungen wie Kolpinghäusern unterkommen
und dies von ihrem Gehalt finanzieren müssen.
Mit Blick auf den Koalitionsvertrag der Landesregierung kündigte Andreas
Hoffmann an, man werde bei der konkreten Umsetzung bei Fragen zu Ehe,
Familienbild und Bildung genau hinschauen. Deshalb lud er die Mitglieder der
Landesregierung auch gleich zum Gespräch ein.
Als weiteres Thema des Landesverbands stellte Andreas Hoffmann eine Kooperation
mit dem NABU als „aktiven Beitrag zum Naturschutz“ vor. Beispielhaft für die
Kooperation ist das Aufstellen von Bienenhotels, um Wildbienen einen Lebensraum
zu bieten. Als Symbol für dieses nachhaltige Engagement überreichte der
Landesvorsitzende dem Landtagspräsidenten sowie Alois Schätzle, Gründungs-Landesvorsitzender
des Kolpingwerks in Baden-Württemberg, Bienenhotels.
Landtagspräsident
Guido Wolf würdigte in seinem Grußwort die Arbeit des Kolpingwerk
Landesverbands. „Der 10. November 1986 war zweifellos für beide ein guter Tag:
für das Kolpingwerk und sein Selbstverständnis und ebenso für unser Land
Baden-Württemberg“. Kolping sei „authentisches Tatchristentum“ von lokal bis
global. Das Kolpingwerk werde mit Recht als „Anwalt, Wächter und Protagonist
der Prinzipien“ wahrgenommen, auf denen die soziale Marktwirtschaft maßgeblich
fuße. Für die Zukunft wünschte sich Landtagspräsident Wolf noch mehr Lautstärke
von dieser „unverwechselbaren, besonders glaubwürdigen Stimme“ im Land. Er
begrüßt, „dass das Kolpingwerk auch politisch offensiv aufgestellt ist“ und
wünscht bei dieser Arbeit weiterhin viel Erfolg.
Beim
anschließenden Sektempfang bot sich den rund 100 Gästen die Gelegenheit, auf
das Jubiläum und das fortwährende Engagement des Landesverbands anzustoßen.
Musikalisch umrahmt wurde der Jubiläumsabend von den Gruppen „feedback“ und
„AfroBeats“ der Kolpingjugend aus Zwiefalten. 



Fotos: Kolpingwerk Landesverband Baden-Württemberg
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