Für Respekt und gegen Gewalt

Diözesanpräses Walter Humm verurteilt die Gewaltausschreitungen am vergangenen Wochenende in der Stuttgarter Innenstadt und ruft zum respektvollen Umgang miteinander auf.

In der Nacht zum Sonntag, 21. Juni, haben mehrere hundert Menschen in der Stuttgarter Innenstadt Schaufenster zerstört, Geschäfte geplündert und die Einsatzkräfte mit Pflastersteinen und Flaschen beworfen. 400 bis 500 überwiegend junge Menschen haben hemmungslos Gewalt und Zerstörung ausgelebt.

19 Polizistinnen und Polizisten wurden in diesem Einsatz verletzt. Ich stelle mir vor, dass es für die Einsatzkräfte nicht einfach ist, in einer solch aufgeheizten Stimmung einzuschreiten. Wir sind alle schockiert und in Gedanken bei denen, die verletzt wurden. Doch wir können auch etwas tun. Setzen wir uns in unseren Familien, im Freundeskreis und bei persönlichen Begegnungen für ein  respektvolles Miteinander ein.

Die Polizei hat um Mithilfe bei den Ermittlungen gebeten. Zeugen werden gebeten Bilder und Videos, die sie vielleicht von mutmaßlichen Tätern angefertigt haben, an die Polizei zu übergeben. Ich schließe mich diesem Aufruf an. Zur Aufklärung einer solchen Nacht können alle beitragen, die etwas gesehen haben. Zeigen wir Zivilcourage und geben wir Randalierern und Gewalttätern durch unser Schweigen keinen Freibrief für künftige Zerstörungsaktionen und Gewaltverbrechen. Videos und Bilder des Geschehens können auf dieser, von der Polizei eingerichteten Seite https://t1p.de/mtc2. hochgeladen werden.

Als Priester und geistlicher Leiter des Kolpingwerkes, verurteile ich solche Gewalttaten. Ich danke der Polizei und allen Einsatzkräften und wünsche allen Verletzten dieser Nacht baldige Genesung. Dieser Wunsch gilt allen, die in dieser Nacht Einsatz und Zivilcourage gezeigt haben und deswegen an Leib und Seele verletzt wurden.

Walter Humm

Präses des Kolpingwerkes Diözesanverband Rottenburg-Stuttgart