Bei strahlendem Sonnenschein füllten sich das Zelt und die Wiese beim Kolpingheim mit außergewöhnlich vielen Gästen. Der traditionelle Familiensonntag der Kolpingsfamilie bot wieder einmal Gelegenheit, gemeinsam Gottesdienst zu feiern, miteinander ins Gespräch zu kommen und Gemeinschaft zu erleben.
Die geistliche Leiterin der Kolpingsfamilie, Ines Rabus, begrüßte die zahlreichen Besucher. Ein besonderer Willkommensgruß galt Pfarrvikar Andreas Kirchartz und dem zukünftigen Administrator der Theresiengemeinde, Pfarrer Dr. Philip Kaviyil, der zwei Tage zuvor erst aus Indien angekommen war. Mit einem Zitat des Verbandsgründers Adolph Kolping stimmte Ines Rabus auf die nachfolgende Eucharistiefeier ein: „Weil Gott so barmherzig ist, sollen wir es auch an Barmherzigkeit nicht fehlen lassen“. Zugleich brachte sie den Wunsch zum Ausdruck, dass der Neuanfang mit dem zukünftigen Pfarrer gemeinsam mit der Gemeinde gelingen möge.
Pfarrer Dr. Philip Kaviyil, der aus Kerala in Südindien stammt, stellte sich der persönlich vor. Bereits elf Jahre war er in einer Gemeinde unserer Diözese tätig. Eine besondere Überraschung war seine Erzählung, dass er ein Verehrer der heiligen Theresia von Lisieux ist und deren Geburtsort bereits besucht hat. Nun möchte er gemeinsam mit der Theresiengemeinde „Kirche bauen“.
Die Eucharistiefeier wurde von Pfarrvikar Kirchartz gestaltet. In seiner interessanten Ansprache forderte er die Gottesdienstbesucher zu mathematischen Überlegungen heraus. Dabei ging es um die im Evangelium angesprochene Frage, wie oft wir unseren Mitmenschen verzeihen sollen. Die Botschaft von Vergebung und Barmherzigkeit griff auch die stellvertretende Vorsitzende Jessica Wunderlich in den Fürbitten auf.
Für die musikalische Gestaltung sorgte die Stadtmusik Trossingen. Zur Überleitung auf das gemeinsame Mittagessen stimmte sie das Trossinger Heimatlied an, das von allen kräftig mitgesungen wurde und textlich auf den „Gauger“ Bezug nimmt. Auch während des Mittagessens sorgte die Stadtmusik für stimmungsvolle musikalische Begleitung.
Die Ministranten boten unterdessen das mitgebrachte Eis auf Spendenbasis an, um ihren Ministrantenausflug zu finanzieren. Dieses Angebot wurde von den Gästen gerne und reichlich angenommen. Um 13 Uhr warteten die zahlreichen Kinder gespannt auf das Pony der Reitschule Hoffmann. Mit großer Freude durften sie auf dem Pony ihre Runden auf unserem Grundstück drehen. Bei Kaffee/Kuchen klang dieser „besondere“ Familiensonntag schließlich in gemütlicher Runde aus. Es blieb noch viel Zeit für persönliche Gespräche und den Austausch untereinander.
Die Kolpingsfamilie bedankt sich herzlich bei den Gästen und Helfern sowie bei allen, die zum Gelingen dieses schönen Tages beigetragen haben!