Die Kolpingsfamilie Neckarsulm suchte sich den bisher heißesten Tag des Jahres aus, um einen Jahresausflug ins Mittelalter zu unternehmen. Ziel war am vergangenen Samstag der Campus Galli in Meßkirch.
Auf der Klosterbaustelle „Campus Galli“ entsteht Tag für Tag ein Stück Mittelalter: Handwerker und Ehrenamtliche schaffen mit den Mitteln des 9. Jahrhunderts ein Kloster auf Grundlage des St. Galler Klosterplans. Dieser Plan ist weltberühmt, gezeichnet wurde er vor 1200 Jahren nicht weit entfernt, auf der Insel Reichenau. Hier bei Meßkirch erwacht nun ein Stück Geschichte zum Leben: ohne Maschinen, ohne modernes Werkzeug. Es werden Holzbalken mit Äxten behauen und aus der Schmiede ertönt der klingende Ton des Ambosses. Alles muss von Hand gemacht werden, alles ist mühsamer, geht langsamer als heutzutage, ist vielleicht aber auch erfüllender und befriedigender.
Und so erlebten die Mitgefahrenen das Mittelalter hautnah! Unter fachkundiger Führung wurde die komplette Anlage besichtigt. Es konnten die verschiedenen Handwerksberufe betrachtet werden, man kam ins Gespräch mit den Handwerksleuten und gewann so einen Einblick in die Mühen und Plagen aus der Zeit des Mittelalters. Ein imposantes Gelände wird hier aufgebaut.
Um der Hitze zu entgehen, wurden Schattenplätze aufgesucht, eine feuchte Nebelwand durchschritten und für die zahlreichen Kinder, die mitgefahren waren, war ein mobiler Wasserspielplatz aufgebaut. Im klimatisierten Bus wurde auch das obere Donautal, die Burg Lichtenstein und Trochtelfingen angefahren. Am Ende der Fahrt stand nur ein Fazit im Raum: Es hat sich gelohnt die Fahrt ins Mittelalter mitzuerleben.
JoJo Eble