Mit dem Autor und Journalisten Uwe Bork haben sich 35 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit dem Thema „Demokratie – Idealfall oder Auslaufmodell?“ befasst. Der Mitarbeiter der Stiftung Weltethos zeigte auf, wie die Demokratie unser Leben formt, wo sie geschwächt wird und was wir dagegen tun können. Mit einem Zitat; eines von vielen an diesem Abend, von Hildegard Hamm-Brücher, verstand Uwe Bork es bestens die Zuhörer in seinen Bann zu ziehen. Hamm-Brücher sagte: „Die Demokratie ist unersetzlich wie das tägliche Brot. Beides muss gesät, pfleglich zubereitet und für alle bekömmlich sein.“ Treffender kann man das, was sich momentan in der Weltpolitik abspielt, nicht beschreiben.
Mit Videoclips und Einspielern aus verschiedenen Medien und Aussagen zur Demokratie hat es der Referent verstanden, ein vielleicht trockenes Thema anschaulich darzustellen. Elemente wie Entsolidarisierung und Politikverdrossenheit kamen an diesem Abend genauso zur Sprache wie die Vermögensverteilung der deutschen Bevölkerung. Dabei kam auch zur Sprache, dass die Reichen und Superreichen mit ihrem Geld auch Einfluss auf unsere Politik nehmen können und nicht nur mit ihrem Wahlzettel in den Wahlkabinen.
Zur Demokratie gehört auch die Pressefreiheit. Dadurch kann sich in Deutschland jede Bürgerin, jeder Bürger ausreichend und umfassend informieren. Aber Vorsicht ist auch geboten, wenn die Meinungsvielfalt nicht transparent genug dargestellt wird. Mit der Feststellung, dass sich Demokratie und Freiheit einander bedingen ließ Uwe Bork sein Referat enden. Er ist überzeugt, dass die Demokratie helfen kann, unsere Welt zu verbessern. Mit anhaltendem Applaus und weiteren Gesprächen im kleinen Kreis dankten die Teilnehmerinnen und Teilnehmern dem Referenten und den Organisatoren des Abends.
JoJo Eble