Der augenfälligste Moment für unsere Zusammengehörigkeit und Verbundenheit ist der Bannereinzug als Eröffnung des Gottesdienstes. Dieser Anblick von 40 Bannern geht tief zu Herzen und lässt alle innerlich teilhaben. Beim Kolpingtag auf der Landesgartenschau haben das über 1300 Kolpinggeschwister und Gottesdienstbesuchende wieder einmal so erlebt.
„Mit dem Reich Gottes ist es wie mit einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte. Als er eine besonders wertvolle Perle fand, ging er hin, verkaufte alles, was er besaß, und kaufte sie“ (Mt 13,45-46).
Als Perlensammelnde waren wir an diesem Tag unterwegs. Unsere Kolpingperlen haben ein Gesicht. Kolpinggeschwister beschrieben ihre Perlen so:
- „Ich kann vieles mitgestalten, nicht weil ich das muss, sondern weil ich das will.“
- „Ich werde geschätzt und anerkannt mit meinen Ecken und Kanten und mit all dem, was ich an Begabungen und an Kreativität mitbringe.“
- „Ich begegne Menschen, die meine Kolpinggeschwister sind und mit denen ich Werte wie Menschenwürde und Respekt vor allem Lebendigen teile.“
- „Wir feiern Gott und das Evangelium Jesu mitten in unserem Alltag.“
- Ich kann Menschen begleiten in ihrer Trauer und Sorge, in ihrer Freude und Hoffnung.“
- „Ich erfahre Gemeinschaft und Lebenshilfe.“
- „Ich spüre Zusammenhalt und Verlässlichkeit.“
- „Unser gesellschaftspolitisches Engagement verändert etwas.“
- „Ich erlebe eine große Familie.“
- Ich engagiere mich gerne in dieser Sozialgemeinschaft.“
- „Ich schätze das gemeinsame Lachen, das andere ansteckt.“
- „Als junge Frau kann ich mit Kindern Zeit verbringen, mit ihnen schöne Dinge tun und kleine Projekte gestalten.“
- „Wir sind weltweit mit vielen Kolpingmenschen verbunden und tragen einander durch unsere Initiativen füreinander.“
- „Bei uns verstehen sich Jung und Alt wie nirgendwo sonst.“
- „In all den Veränderungen unserer Zeit, in all dem Chaos, das uns umgibt, geben wir der Welt ein menschliches Gesicht.“
Lege du gerne deine Kolpingperle dazu.
Wir zeigen der Welt unser Kolpinggesicht. Wir prägen die Welt und die Gesellschaft durch unsere Haltungen, durch unsere Initiativen, durch unsere Art, uns miteinander zu verbinden und zu leben. Das ist unsere geistliche Haltung und Spiritualität, die wir in die Tat umsetzen – im internationalen Projekt „Ziegen für Burundi“, in Klimaschutzaktivitäten, bei der Bildungsmesse für junge Menschen, im politischen Engagement, durch die besondere Unterstützung des Nationalverbandes in der Ukraine, mit dem Solisatt-Sozialladen, mit unseren Secontique-Bekleidungsläden, im Einsatz für Menschen mit besonderen Bedürfnissen, mit unseren Tatico-Kaffeeprodukten, mit unserem Einsatz für gerechte Arbeitsbedingungen und in jeder einzelnen Aktivität unserer Kolpingsfamilien vor Ort. An vielen Ständen haben wir dieses Engagement auf der Landesgartenschau gezeigt.
Das und vieles mehr macht uns anziehend. Das macht uns zu einer weltweiten starken Gemeinschaft, die sich auch in Zukunft, wenn viele Veränderungen zu gestalten sind, für das Gemeinwohl engagiert.
Als Erinnerung an unsere Kolpingschätze bekam jede und jeder ein Armband aus orangen und schwarzen Perlen, das in einem der Häuser der Stiftung Lindenhof für Menschen mit Behinderung mit großer Freude und großem Engagement liebevoll für uns hergestellt wurde.
Wir sind überzeugt: Gott weist uns den Weg auch in Zukunft. Gott begleitet uns und segnet unser Tun.
Einen heilsamen August wünscht euch euer
Geistlich Leiten Team Claudia Hofrichter und Walter Humm