Eine Insel für die Seele

Der Klostergarten des Bendediktinerabts Wahlafrid Strabo ist noch heute ein Anziehungspunkt auf der Insel Reichenau. Bild: Ludwig O. Gehring

Die Reichenau, 1300 Jahre Kulturerbe der Menschheit und der UNESCO, war das Ziel des Jahresausfluges der Kolpingsfamilie Tettnang.

Die Klostergärten, lateinisch hortuli, neu angepflanzt und angelegt, wurden ausführlich von Frau Weitbrecht erklärt. 

Der Bendediktinerabt Wahlafrid Strabo hatte die Gärten im 8. Jahrhundert entwickelt. Die Kräuter der Region und verschiedene blühende Pflanzen bilden eine Symbiose, die auch noch heute alle Besucher begeistern.

Am Nachmittag führte Frau Sieß durch das romanische Münster St. Maria und Markus. Nicht nur in der Basilika San Marco in Venedig, nein auch auf der Reichenau werden die Reliquien des heiligen Markus aufbewahrt und verehrt. In der anschließenden Schatzkammer kann man in einem goldenen Schrein die Gebeine des Heiligen bewundern.

Die Bürger der Reichenau haben zusätzlich noch zu allen Feiertagen drei Tage mehr pro Jahr. Am 24.4. feiert man das Patroniatsfest des heiligen Markus, am 27.5. das Heilig Blutandenken und am 15.8. ist Maria Himmelfahrt. Die Insulaner holen an allen drei Feiertagen ihre Reliquienschreine aus der Schatzkammer und tragen sie in Prozessionen über die Insel.

Im Strandbadrestaurant, bei herrlichem Sonnenschein, konnten die Teilnehmer viele internationale Spezialitäten genießen.

Ludwig O. Gehring