Das Motto „Um Frieden, um Freiheit, um Hoffnung bitten wir“ war dabei mehr als eine Textzeile aus dem Lied „Da wohnt ein Sehnen tief in uns“. Es brachte zum Ausdruck, was viele Menschen bewegt: die Sehnsucht nach Frieden, nach Freiheit und nach einem guten Miteinander über Grenzen hinweg.
Seit 1968 treffen sich Kolpingmitglieder aus ganz Europa jährlich zur Friedenswanderung. In Bad Waldsee wurde deutlich, wie lebendig diese Tradition ist. Nach dem Eröffnungsgottesdienst in der Pfarrkirche St. Peter zog ein beeindruckender Umzug mit rund 50 Großfahnen durch die Innenstadt. Begleitet wurde er vom Fanfarenzug Bad Waldsee und vom Kolpingfanfarenzug Kißlegg.
Am Freitag führte die Wanderung „Von Seen, Wäldern und Höhen“ vom Stadtsee über Haisterkirch hinauf zur Sebastianskapelle und weiter zur Grabener Höhe. Dort bot sich den Teilnehmenden ein weiter Blick über die oberschwäbische Hügellandschaft. Am Samstag ging es unter dem Motto „Zwischen Himmel und Moor“ durch das Steinacher Ried zum Franziskanerinnenkloster in Reute. Schwester Birgit gab dort wertvolle Informationen über das Kloster und seine Zukunft.
Auch die Abende in der Stadthalle waren geprägt von Begegnung, Austausch und guter Stimmung. Oberbürgermeister Matthias Henne hieß die Gäste willkommen, Stadtarchivar Tassilo Wild gab Einblicke in die Stadtgeschichte. Der Entertainer und Ermutiger Johannes Warth begeisterte mit Impulsen zu einer positiven Lebenseinstellung. Den stimmungsvollen Schlusspunkt setzten „DJ Elme featuring Stiefele“
Die vielen positiven Rückmeldungen zeigten, wie sehr die Gäste die Tage in Bad Waldsee genossen haben. Besonders gelobt wurden die herzliche Gastfreundschaft, die gute Organisation und das Miteinander der Kolpinggemeinschaft. Möglich wurde dies durch den Einsatz von über 60 Helferinnen und Helfern.
Im kommenden Jahr führt die Friedenswanderung an die litauische Ostseeküste nach Šventoji. Das Motto 2027 lautet: „Frieden finden, Herzen verbinden“.
Robert Amann, KF Bad Waldsee