Kirchliches Leben und Kolpingarbeit verknüpfen

Bezirksvorsitzender Hubert Gulde (re.) bedankt sich beim Referenten Eberhard Vogt.Im Vordergrund: Kassier Isidor Eisenlohr (li.) und Bezirkspräses Diakon Franz Haueisen. Bild: Egon Gulde

Zur jährlichen Bezirksversammlung trafen sich die Verantwortlichen der Kolpingsfamilien im Bezirk Zollernalb im Trillfinger Sportheim. Gast des Abends war der Diözesanvorsitzende des Kolpingwerks Rottenburg-Stuttgart, Eberhard Vogt aus Neckarsulm

Die Rechenschaftsberichte über das vergangene Jahr wurden vom Vorsitzenden Hubert Gulde, von Schriftführerin Ingrid Sauer sowie von Kassier Isidor Eisenlohr vorgetragen. Auf Antrag der Kassenprüfer wurde nach erfolgter Aussprache die gesamte Vorstandschaft von der Versammlung einstimmig entlastet. 

Gast des Abends war der Diözesanvorsitzende des Kolpingwerks Rottenburg-Stuttgart, Eberhard Vogt aus Neckarsulm, der im Anschluss mit einem Impulsreferat zum Thema "Kolping in der Kirche der Zukunft" überleitete. Anlass für die nötigen Strukturreformen in der katholischen Kirche sind zentrale Herausforderungen wie rückläufige Mitgliederzahlen, steigende Kosten, sinkende Finanzmittel und weniger pastorales Personal. 

In der Erzdiözese Freiburg, zu der etwa die Hälfte der Kolpingmitglieder des Bezirks Zollernalb gehört, wurde schon zum Jahresbeginn 2026 die Gemeindegebietsreform umgesetzt, in der Diözese Rottenburg-Stuttgart stehen neue Strukturen für Seelsorge und Verwaltung im derzeit noch laufenden Prozess "Kirche der Zukunft" an. 
In verschiedenen Gesprächsgruppen wurden sowohl Probleme diskutiert als auch Chancen für Kolping erkannt, denn das Werk des Gründers und Priesters Adolph Kolping ist einerseits tief in der Kirche verwurzelt, andererseits als eigener Sozialverband aber nicht Teil deren Struktur. Auf diese Weise ergeben sich für die örtlichen Kolpingsfamilien gute Möglichkeiten, für Menschen jeden Alters und Standes einen Kontakt zur christlichen Kultur herzustellen, der bei entsprechendem Interesse als "Verweilort" dienen oder im besten Falle sogar zum "Bleibeort" werden kann. 

So können die Kolpingsfamilien einen wichtigen Beitrag zur Weitergabe christlichen Lebens in ihren Gemeinden leisten, und zwar sowohl mit bewährten Traditionen, aber auch mit notwendigen Weiterentwicklungen vor Ort.

Bezirksvorsitzender Hubert Gulde bedankte sich namens aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei Eberhard Vogt für dessen wertvolle Gedanken und Impulse mit einem Buchpräsent. Er rief die örtlich Verantwortlichen in den Kolpingsfamilien dazu auf, sich diese bietenden Möglichkeiten zu eigen zu machen, mit denen kirchliches Leben und Kolpingarbeit sinnvoll verknüpft werden könnten. Bezirkspräses Diakon Franz Haueisen beendete die Versammlung mit einem Friedensgebet und dem Segen für alle Anwesenden und deren Angehörige.