Schon am Vormittag war rund um die Sparkassen-Heimatbühne vieles geboten. Mit einem musikalischen Warm-up der Kirchenband Merklingen und dem traditionellen Bannereinzug begann der Kolpingtag stimmungsvoll. Zahlreiche Besucher*innen waren gekommen, sodass die Plätze vor der Bühne schnell knapp wurden. “Dieser Start in den Tag hat mich wirklich strahlen lassen. So viele Menschen beim Gottesdienst und diese besondere Gemeinschaft zu erleben, war einfach schön.”, freute sich Diözesanpräses Walter Humm.
Nur wenige Schritte von der Bühne entfernt verwandelte sich die Wiese im Stadtpark in eine große Kolping-Meile. Hier zeigte sich die ganze Bandbreite des Verbandes: Das Kolping-Feriendorf Ebnit war ebenso vertreten, wie das Klima- und Mitmachmobil des Bundesverbands, der Tatico-Kaffeestand oder der Bezirk Ostalb. Hinzu kamen auch das Kolping Bildungswerk, die Pop-Up-Secontique mit nachhaltiger Second-Hand-Mode sowie die Stuttgarter Kolpinghäuser.
An einem Stand wechselte die Perspektive sogar ganz bewusst: Dort waren es nicht die Projekte, die sich den Besucher*innen vorstellten, sondern die Kolpinggeschwister selbst. In kurzen Videos erzählten sie, wofür sie sich engagieren und was ihr persönliches Ehrenamt ausmacht. So bekam das Engagement hinter den vielen Angeboten auch Gesicht und Stimme. Sportlich wurde es bei der Kolpingjugend. Besonders das „Jugger“-Spiel zog neugierige Blicke auf sich. Die noch wenig bekannte Teamsportart sorgte zunächst für die eine oder andere Frage, doch beim Ausprobieren schnell für Begeisterung. Wer einmal angefangen hatte, wollte so schnell nicht wieder aufhören.
Auch auf der Bühne blieb das Programm den ganzen Tag über abwechslungsreich. Für besondere Stimmung sorgte die Trommlergruppe des afrikanischen Kulturvereins Aalen. Mit Trommelrhythmen und Tänzen begeisterte sie das Publikum und brachte einen Teil ihrer Kultur auf die Landesgartenschau. Die Zuschauer*innen ließen sich schnell mitreißen und begleiteten die Darbietungen mit viel Applaus. Musikalisch ging es mit den Chören aus Ellwangen und Bopfingen weiter. Daneben bot das Bühnenprogramm immer wieder Gelegenheit, das Engagement innerhalb des Verbandes sichtbar zu machen. So wurden unter anderem die Klimapreise vorgestellt, mit denen Kolping im vergangenen Jahr das besondere Engagement von Kolpingsfamilien für Klimaschutz und Nachhaltigkeit ausgezeichnet hatte.
Ein besonderes Highlight gab es schließlich zum Ende des Nachmittags. Die Junge Akademie Stuttgart brachte Ausschnitte aus dem Kolping-Musical „Kolpings Traum“ auf die Bühne. Mit Gesang, Tanz und Schauspiel erzählten die jungen Darsteller*innen aus dem Leben des jungen Adolph Kolping und ließen seine Geschichte auf lebendige Weise erfahrbar werden. Die eindrucksvolle Inszenierung zeigte zugleich, dass die Ideen Adolph Kolpings auch heute noch Menschen bewegen.
Auch der stellvertretende Diözesanvorsitzende Uli Drexler zog eine positive Bilanz: “Unser Kolpingtag auf der Landesgartenschau war einfach toll. Unsere vielen engagierten Kolpingmitglieder haben ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm gestaltet und mit den Ständen auf der Veranstaltungswiese unsere Arbeit vorgestellt. Ich danke allen herzlich für ihren Einsatz. Wir wurden mit vielen hundert begeisterten Besucherinnen und Besuchern belohnt, die ihre Erlebnisse und Eindrücke mit nach Hause nehmen konnten.”