Selig die Menschen, die Frieden stiften.
Am 24. Februar 2022 hat Russland die Ukraine überfallen und bis heute ist kein Frieden in Sicht. Zu Weihnachten 2022 habe ich das Gedicht Friedensmelodie geschrieben. An Maria Lichtmess werden die Krippen in unseren Kirchen abgebaut. Die weihnachtliche Botschaft muss in den Alltag unseres Leben besonders die Botschaft, welche die Chöre der Engel den Menschen verkündet haben. Diese Engelsbotschaft hat mich zu diesem Gedicht inspiriert.
Friedensmelodie
Der Friede kam zur Welt,
die Welt hat ihn nicht erkannt,
die Welt hat ihn nicht angenommen.
So kam es, wie es kommen musste,
bis heute kreuzigt die friedlose Zeit Gottes Schöpfungswelt.
Hoffnung erwacht in mir,
es könnte auch alles anders sein.
Doch bin ich wirklich bereit dafür,
zu singen die Melodie des Friedens
hinein in Gottes wunderbare Schöpfungswelt?
Der Samen Mut wächst in mir.
Ich bekomme Kraft zur liebenden Tat.
Mein Leben als Mensch zu wagen,
als heilende Tat zum Frieden hin.
Stufe um Stufe, bis ich eins bin mit der gekreuzigten Welt.
Der Friede kam zu Welt!
Bei meiner Geburt sang ein Engel,
bei deiner Geburt jubilierte ein Engel,
bei seiner Geburt verkündeten die Chöre der Engel:
Ehre sei Gott und Friede den Menschen auf Erden!
Gottes Friede ist in der Welt! In dir und mir!
Hörst du nicht auch unter Kriegsgeschrei
der Engel leise Friedensmelodie?
Gottes Friede kam zur Welt mit dir und mir!
Ehre sei Gott und der Friede sei mit dir und mir.
Walter Humm, Weihnachten 2022
Nach dem Beginn des Krieges gab es viele Friedensgebete. Bis heute versuche ich jeden Mittwoch gegen 20 Uhr kurz inne zu halten, um ein stilles Vater unser und Ave Maria für den Frieden zu beten.
Denn bis heute sterben Menschen in der Ukraine und vielen weiteren Kriegs- und Krisengebieten dieser Welt. Dieses kurze Innehalten soll mir helfen, diese Not im Bewusstsein zu halten.
Euer Diözesanpräses Walter Humm