Sich den Herausforderungen von morgen stellen

Viele neue Impulse und einen positiven Blick auf die kommenden Aufgaben gab es beim Workshop "Fit in die Zukunft". Bild: KF Vogt

Die Kolpingsfamilie Vogt hat Kolpinggeschwister der Kolpingsfamilien aus Vogt, Friedrichshafen, Weingarten und Bad Waldsee zum Workshop „Fit für die Zukunft“ eingeladen.

Im Mittelpunkt standen die aktuellen Veränderungen innerhalb der Diözese und deren Auswirkungen auf die Kolpingsfamilien.

Zu Beginn erhielten die Anwesenden einen Überblick über den umfassenden Transformationsprozess der Diözese, der Strukturreformen, pastorale Neuerungen, Verwaltungsreformen sowie die Möglichkeiten zur Umsetzung einer Digitalstrategie. Ein wesentlicher Bestandteil ist die Bildung sogenannter XXL-Kirchengemeinden.

In verschiedenen Arbeitsgruppen beschäftigten sich die Teilnehmenden mit der Frage, was die Identität ihrer Kolpingsfamilien ausmacht und welche Chancen und Herausforderungen sich aus den Veränderungen ergeben. Unter dem Leitgedanken „Die Blumen machen den Garten, nicht der Zaun“ wurde deutlich, dass die Stärke der Kolpingsfamilien vor allem in ihrem konkreten Engagement vor Ort liegt. Genannt wurden dabei unter anderem das Kleiderstüble, Solisatt, das Kolpinghaus, der Tafelladen, die Nikolausaktion, die Seniorenbetreuung sowie zahlreiche weitere Aktivitäten, die das kirchliche und gesellschaftliche Leben bereichern.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der zukünftigen Zusammenarbeit der Kolpingsfamilien innerhalb der neuen XXL-Kirchengemeinden. Diskutiert wurden Möglichkeiten einer stärkeren Vernetzung, die Gewinnung neuer Mitglieder sowie eine aktive Mitgestaltung des Verhältnisses zwischen Kolping und Kirchengemeinde. Gleichzeitig wurden auch Sorgen angesprochen, insbesondere die Nachwuchsgewinnung, die abnehmende Bindung an christliche Vereine und Verbände sowie der mögliche Verlust von Seelsorge und persönlicher Begleitung.

Anhand der Veränderungskurve wurde deutlich, dass tiefgreifende Veränderungen nicht nur Strukturen betreffen, sondern auch emotionale Prozesse auslösen. Das Modell half den Teilnehmenden, eigene Erfahrungen einzuordnen und die unterschiedlichen Perspektiven auf die anstehenden Entwicklungen besser zu verstehen.

Nach intensiven Gesprächen, gemeinsamer Gruppenarbeit und einem offenen Austausch endete der Workshop mit vielen neuen Impulsen und einem positiven Blick auf die kommenden Aufgaben. Die Teilnehmenden gingen gut informiert und zuversichtlich nach Hause.

Ein besonderer Dank gilt dem Geistlich Leiten Team mit Claudia Hofrichter und Walter Humm. Mit großem Engagement vermittelten sie aktuelle Informationen zu den Entwicklungen innerhalb der Diözese und gaben einen fundierten Ausblick auf die Veränderungen, die in den kommenden Jahren bevorstehen werden.